Eine der ersten Fragen, die sich jedes Unternehmen stellt, das auf den Kanarischen Inseln tätig ist oder sich dort niederlassen möchte, ist: Was ist der Unterschied zwischen IGIC und MwSt? Die Antwort hat sehr bedeutende steuerliche Auswirkungen.
Die Kanarischen Inseln sind vom EU-MwSt-Gebiet ausgeschlossen. Stattdessen gilt IGIC mit 7% anstelle des allgemeinen MwSt-Satzes von 21% — ein Unterschied von 14 Prozentpunkten.
Der Kanarische Allgemeine Indirekte Steuer (IGIC) ist die indirekte Steuer auf den Verbrauch auf den Kanarischen Inseln, geschaffen durch das Gesetz 20/1991. Wie die MwSt ist sie eine Mehrwertsteuer auf Lieferungen von Waren und Dienstleistungen durch Unternehmer auf den Kanarischen Inseln.
Nullsatz (0%): Grundnahrungsmittel, Bücher, Arzneimittel.
Ermäßigter Satz (3%): Neubau, Wasser, Strom.
Allgemeiner Satz (7%): die meisten Waren und Dienstleistungen.
Erhöhter Satz (9,5%): Tabakerzeugnisse.
Der allgemeine IGIC-Satz beträgt 7% gegenüber 21% MwSt. Waren und Dienstleistungen auf den Kanarischen Inseln sind für Endverbraucher steuerlich günstiger.
Wichtige Konsequenzen für internationale Transaktionen: Lieferungen von/nach Festlandspanien oder der EU werden als Import/Export behandelt.
Wenn ein kanarisches Unternehmen Waren importiert, unterliegt der Vorgang dem IGIC beim Eintritt in das kanarische Gebiet.
Für internationale Investoren bedeutet die Niederlassung auf den Kanarischen Inseln die Arbeit mit IGIC statt MwSt. Der allgemeine Satz von 7% stellt einen Wettbewerbsvorteil bei nicht abzugsfähigen Kosten und Handelsspannen dar.
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